Frau Seyran Ates, ihres Zeichens Rechtsanwältin, Publizistin und Autorin hat vor kurzem ein Buch veröffentlicht, dessen Titel "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" für manch einen als Provokation daherkommt, die auch Autorin und Verlag mit Sicherheit nicht ausgeblendet haben. Ich kenne bislang keines ihrer Bücher, allerdings etliche ihrer öffentlichen Äußerungen, die weder konservativen Muslimen noch alternativ - bewegten Deutschen wirklich haben gefallen können. Bereits 2006 hatte sie nach Bedrohungen durch den Ex - Ehemann ihrer Klientin bei einem Scheidungsprozess ihre anwaltliche Zulassung zurückgegeben und war aus Sicherheitsgründen der Öffentlichkeit ferngeblieben, bis sie ein gutes Jahr später wieder als Rechtsanwältin arbeiten wollte.
Wie man heute einer
Meldung der Deutschen Welle entnehmen konnte, sind Frau Ates und wohl auch ihre Familie wegen der Veröffentlichung ihres obengenannten Buches mit dem Tode bedroht worden.
Das geht überhaupt nicht. Egal, wer sich bemüßigt fühlen mag, seiner Empörung über ungeliebte Thesen Ausdruck zu verleihen : die Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit, des Lebens und des persönlichen Eigentums, der beruflichen Tätigkeit ist weder akzeptabel, noch hinnehmbar.
Ich habe per Mail Frau Ates meine Solidarität bekundet, auch wenn das von mir kleinem Licht vermutlich eher lästig gewesen sein mag. Aber Todesdrohungen gegen Menschen allgemein, Autoren im Besonderen finde ich schlicht zum Kotzen. Und als Liebhaber des geschriebenen Wortes sehe ich mich berufen, ein wenig für dessen Schutz beizutragen.